14 Tipps: englische Grammatik im Arbeitsalltag

    Würfel formen das englische Wort für Grammatik: Grammar
    Von Ian McMaster

    Wie gewichtig sind grammatikalische Fehler für Sie, wenn Sie Englisch im Arbeitsalltag benutzen? Werfen Sie einen Blick auf diese beiden Sätze:

    a) Yesterday, we signed an important deal.
    b) Yesterday, we have signed an important deal.

    Der zweite Satz ist grammatikalisch falsch (mehr darüber unter Punkt 3), aber die Bedeutung ist vollkommen klar. Sind Sie zufrieden, wenn Ihre Botschaften verständlich sind oder fühlen Sie sich selbstsicherer, wenn Sie wissen, dass Sie korrekt sprechen?

    Hier sind einige Tipps, um englische Grammatikfehler zu vermeiden.

     

    1. What do you do?

    Benutzen Sie das simple present, um über Umstände zu sprechen, bei denen Sie nicht planen, sie zu verändern:

    • I work at Audi. (oder for Audi, aber nicht by Audi)
    • I live in Munich.

    Wenn Sie das present progressive (auch: present continuous) verwenden, kann es klingen, als würden Sie über eine vorübergehende Situation sprechen:

    • I'm working at Audi. (Im Moment, aber ich werde die Firma nächsten Monat verlassen.)

     

    2. What have you been doing?

    Benutzen Sie das present perfect continuous, um darüber zu sprechen, wie lange Sie bereits in Ihrer aktuellen Position oder an einem bestimmten Projekt arbeiten.

    • I've been working at Siemens for three years. (nicht: I work)
    • We've been exporting to Italy since 1999. (nicht: We export)

     

    3. Keep the past simple

    Das past simple wird zur Beschreibung von Handlungen genutzt, die zu einem spezifischen Zeitpunkt in der Vergangenheit stattgefunden haben.

    • I moved to America in 1998.
    • My company increased its profits last year.
    • We reached our sales target in 2002.

    Deutsche Muttersprachler benutzen diese Zeitform für gewöhnlich zu selten.

     

    4. Perfect developments

    Benutzen Sie das present perfect simple, um über Entwicklungen zu sprechen, die bereits eine Zeitlang andauern und auch in Zukunft fortgesetzt werden:

    • We have expanded our sales by 150 per cent over the past three years.
    • I have moved jobs five times since 2003.

     

    Übungen zu den englischen Zeitformen:

    Tense review
    The tenses: Test yourself!

     

    5. For or since?

    For und since bereiten vielen Lernern Probleme, weil man im Deutschen für beide das Wort „seit“ verwendet. For wird benutzt, um über einen Zeitraum zu sprechen:

    • I have worked here for three years.

    Since benutzt man, um über einen bestimmten Zeitpunkt zu sprechen:

    • We have moved offices three times since 1995.

     

    6. By or until?

    Auch das Wortpaar by und until bereitet deutschen Muttersprachlern Probleme, weil im Deutschen beide Vokabeln mit „bis“ übersetzt werden:

    • I need the report by Friday. (Sie müssen mir den Bericht am Freitag oder vor Freitag abgeben.) 
    • I need the laptop until/till Friday. (Ich brauche den Laptop ab jetzt bis Freitag.)  

     

    7. By or to?

    Wenn Sie Veränderungen beschreiben, kennzeichnet by das Ausmaß der Veränderung:

    • Sales rose by 10,000. (etwa von 100.000 auf 110,000.)  

    To bezieht sich auf das neue Level:

    • Sales rose to 110,000.

     

    8. I'll do it for you

    Wenn Sie versprechen, etwas für jemanden zu tun, vergessen Sie nicht 'll, die kurze Form von will zu verwenden.

    • I'll give you the report tomorrow. (nicht: I give you...)
    • I'll call you this afternoon.
    • I'll cancel the bill.

     

    9. I'm going to

    Wenn Sie über eigene Pläne sprechen, ist es sicherer, nicht das will future zu benutzen. Stattdessen können Sie I'm going to benutzen.

    • I'm going to meet our new boss tomorrow.

    Oder aber Sie verwenden das present progressive.

    • I'm flying to Berlin on Friday.

     

    10. If, if, if ...

    Lernenden wird oft beigebracht, dass es nur drei if-Formen im Englischen gibt. Das ist Quatsch, aber es lohnt sich trotzdem, die häufigsten drei Formen zu lernen. Die ersten beiden werden oft in Verhandlungen benutzt:

    • If you reduce your price by three per cent, we'll buy 100 units.
    • If you reduced your price by three per cent, we would buy 100 units.

    Es besteht nur ein kleiner Unterschied in der Bedeutung der beiden Sätze. Das zweite Beispiel beschreibt eine Situation, die der Sprecher für etwas weniger wahrscheinlich hält.

    Die dritte Form beschreibt ein Ereignis, das nicht passiert ist.

    • If you had reduced your price by three per cent, we would have bought 100 units.

     

    11. If and would

    Lernenden wird außerdem erzählt, dass if und would niemals zusammen auftauchen. Ich fürchte, das ist auch Quatsch. In den drei Konditionalsätzen aus dem vorherigen Punkt, tun sie es (normalerweise) nicht, aber werfen Sie einen Blick auf den folgenden Satz:

    • I would be grateful if you would...

    Hierbei handelt es sich nicht um einen Konditionalsatz, sondern um eine Bitte – Sie bitten jemanden darum, etwas zu tun.

     

    Übung zu den Konditionalsätzen:

    Basic conditionals

     

    12. If and when

    Das deutsche „wenn“ wird normalerweise als if ins Englische übersetzt. Wenn Sie when benutzen, klingt das in Verhandlungen zu direkt.

    • If you gave us a 10 per cent discount. (nicht: When you give us...)

     

    13. More information, please!

    Im Englischen können Sie nicht über informations oder an information sprechen. Die korrekten Alternativen lauten:

    • We need some more information.
    • I just received an interesting piece/bit of information.

     

    Übungen zu zähl- und unzählbaren Wörtern:

    Can you count it

     

    14. Us

    Wenn Sie darüber sprechen, ein Meeting zu arrangieren, benutzen Sie nicht us:

    • Let's meet tomorrow at 12. (nicht: Let's meet us...)

    Andererseits benutzen Sie us, wenn Sie über eine Gruppe von Personen sprechen:

    • There are four of us. (nicht: We are four.)

     

    Ian McMaster



    Ian McMaster ist der Chefredakteur von Business Spotlight, einem Sprachmagazin für alle, die Englisch im Berufsalltag benötigen. Zuvor war der Brite bereits Chefredakteur des Englischlernmagazins Spotlight.

     

     

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