Business-Englisch: Small Talk

    Small-Talk-Situation
    Von Ian McMaster

    Es bereitet Ihnen keine Probleme, an englischen Meetings teilzunehmen und über geschäftliche Themen zu sprechen. Sie können ohne größere Schwierigkeiten auf Englisch verhandeln. Sie können, mit der richtigen Vorbereitung, sogar annehmbare Vorträge auf Englisch halten. Aber wenn es darum geht, neue Geschäftspartner zu treffen und Small Talk zu betreiben, wird es plötzlich schwierig. Die Vorstellung fühlt sich irgendwie ungelenk an und danach wissen Sie nicht wirklich, was Sie als Nächstes sagen sollen.

    Klingt das vertraut? Wenn ja, finden Sie hier einige Tipps für besseren Small Talk. Noch mehr Hinweise finden Sie in den englischsprachigen Videos des Kommunikationsexperten Bob Dignen, der regelmäßig in Business Spotlight in der Rubrik „Business Skills“ über wichtige Fähigkeiten für Ihr Berufsleben und das zugehörige englische Vokabular schreibt.

    Begrüßung und Vorstellung

    Für einen guten Gesprächseinstieg sollten Sie sicherstellen, dass Sie sich in klaren und einfachen Worten vorstellen können.

    Sagen Sie nicht  „My name is...“. Das mag für James Bond okay sein – „My name is Bond, James Bond.“ – aber Sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach kein Geheimagent. Bei Normalsterblichen klingt diese Art sich vorzustellen schwach und unprofessionell.
     

    Sagen Sie nicht  „My name is...“. Das mag für James Bond okay sein, aber Sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach kein Geheimagent.


    Es ist viel besser, wenn Sie zusammen mit der Begrüßung einfach Ihren Vor- und Nachnamen nennen. Ich würde beispielsweise sagen: „Hello! Ian McMaster. Nice to meet you.“ Wenn Sie nur Ihren Nachnamen nennen, klingt das für Ihren englischsprachigen Gesprächspartner sehr formell. Auch der Satz „I'm Ian McMaster.“ kann zu aufgeblasen klingen. Sie können I'm jedoch benutzen, um über Ihren Jobtitel zu sprechen: „Guten Morgen. Ian McMaster. I'm the editor-in-chief of Business Spotlight.“

    Sehen Sie Ihrem Gesprächspartner bei der Begrüßung in die Augen, aber starren Sie ihn nicht an. Nachdem Sie den Namen des Gegenübers erfahren haben, versuchen Sie diesen so schnell wie möglich zu benutzen. Wenn Sie den Namen nicht verstanden haben, fragen Sie so schnell wie möglich nach: „I'm sorry, I didn't catch your name.“

    Viele deutsche Muttersprachler machen sich Sorgen über die korrekten Regeln, wenn es darum geht, Menschen einander vorzustellen. Stellt man eine Frau zuerst vor? Oder eher die ranghöhere Person zuerst? Am besten vergessen Sie diese Bedenken. Es gibt keine hundertprozentig gültigen Regeln mehr. Es ist besser, wenn Sie Ihre Energie darauf konzentrieren, einfache Vorstellungsformeln richtig zu verwenden: „John, I'd like to introduce you to Susan Peters. She's our marketing manager. Susan, this is John Holt from BSE motors.“ oder „Catherine, I'd like you to meet...“
     


    In vielen Situationen betreiben wir jedoch Small Talk, ohne uns überhaupt vorzustellen. Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Unternehmen in London besuchen und jemand zu Ihnen im Aufzug sagt: „Nice weather, isn't it?“ (Die Stimme geht am Ende des Satzes nach unten, weil es sich nicht um eine wirkliche Frage handelt – Sie beide wissen, wie das Wetter ist.) Bei dieser Begegnung wäre es absurd, mit folgendem Satz zu reagieren: „Good morning, Harald Schmidt from research and development at Volkswagen in Wolfsburg, Germany. Yes, you are right, the weather is nice.“ Stattdessen würde ein Engländer typischerweise mit „Yes, lovely, isn't it?“ antworten (Auch hier geht die Stimme am Satzende nach unten. Beachten Sie außerdem den Wechsel des Adjektivs – von nice zu lovely –, was für derartige Situationen typisch ist).

    Wie geht es Ihnen?

    Die Redewendung „How do you do?“ bedeutet einfach „Nice to meet you.“ oder „Pleased to meet you.“. Sie ist keine Frage nach Ihrem Befinden und sollte daher nicht mit Sätzen wie „I am well.“ oder „Fine, thanks.“ beantwortet werden. Die korrekte Antwort ist beispielsweise „Nice/pleased to meet you.“ oder „Nice/pleased to meet you, too.“ oder auch einfach nur „You, too.“ Es ist auch möglich, dass beide Gesprächspartner „How do you do?“  sagen, wenn dies mehr oder weniger gleichzeitig geschieht.
     

    „How do you do?“ ist keine Frage nach Ihrem Befinden.


    Die Redewendung „How are you?“ erkundigt sich nach Ihrem Befinden, verlangt aber keine ausführliche Antwort. Niemand – wahrscheinlich nicht mal Ihr bester Freund – möchte eine eingehende Beschreibung Ihrer Krankheiten, Schlafprobleme oder finanziellen Schwierigkeiten hören. Die korrekte Antwort ist kurz und knapp: „Fine, thank you. And you?“ – selbst wenn Sie sich nicht gut fühlen. Denken Sie nicht nach, reagieren Sie einfach automatisch mit dieser Antwort und heben Sie die Stimme am Satzende an.

    Das Gespräch am Laufen halten

    Eine der wichtigsten Fähigkeiten beim Small Talk ist es, die Konversation am Laufen zu halten. Daher bieten sich offene Fragen an, die von dem Gegenüber mehr als nur ein yes oder no verlangen. Üben Sie diese offenen Frage, also jene, die mit when, where, how, how long etc. beginnen. Zum Beispiel ist „What have you seen of Berlin so far?“ besser als „Have you looked round Berlin?“ Versuchen Sie außerdem selbst keine Fragen mit yes oder no zu beantworten. Wenn jemand Ihnen eine geschlossene Frage wie „Is your hotel all right?“ stellt, könnten Sie statt mit yes oder no zu antworten, sagen: „Yes, thank you, it's very comfortable, and the service has been excellent.“ Sie können das Gespräch auch am Laufen halten, indem Sie eine zusätzliche Frage stellen, etwa: „Have you seen the swimming pool there? It has a very unusual design.“
     


    Als Zuhörer sollten Sie Ihr Gegenüber durch Rückmeldungen ermutigen. Diese können entweder verbal sein – also Ausdrücke wie „I see“, „oh, that's interesting“ oder „right“ –  oder nonverbale Geräusche wie etwa „uh-huh (aha). Wenn es um Small Talk geht, ist Schweigen definitiv nicht Gold. Eine andere Möglichkeit ist es, den Kommentar mit einem anderen Adjektiv zurückzuspielen. Wenn jemand zu Ihnen sagt „Did you see the latest Will Smith film? I thought it was so funny.“ könnten Sie antworten: „Yes, it was hilarious.“

    Klassische Themen für Small Talk

    Es gibt eine ganze Reihe von klassischen Themen für Business-Small-Talk und Sie sollten sicherstellen, dass Sie über das nötige Vokabular verfügen. Zu den Themen gehören: Gesundheit (How have you been recently?), die Anreise („How was your flight?), Unterbringung (How is your hotel?), Familie (How old are your children now?), Urlaub („Where did you go on holiday this year?) und, natürlich, das Wetter (How's the weather been here recently?). Geschäftsleute unterschätzen die Bedeutung dieses Vokabulars oft, weil Sie es nicht als Business-Englisch wahrnehmen. Sie kennen zwar den Jargon, um über ihre Jobs zu sprechen, können dann aber, zum Beispiel, nicht sagen, was bewölkt“ oder „Blitz und Donner“ auf Englisch heißt (hier die Antworten: overcast und thunder and lightning –  Letzteres in dieser Reihenfolge, auch wenn „Blitz“ lightning und „Donner“ thunder ist.)
     

    Es heißt für gewöhnlich, dass Religion, Sex und Politik Themen sind, die es beim Business-Small-Talk zu vermeiden gilt. Aber es wäre absurd, drei der interessantesten Themen überhaupt kategorisch auszuschließen.


    Es heißt für gewöhnlich, dass Religion, Sex und Politik Themen sind, die es beim Business-Small-Talk zu vermeiden gilt. Während es zwar wichtig ist, dass Sie eine gewisse Sensibilität für den kulturellen und persönlichen Hintergrund Ihres Gegenübers zeigen, wäre es absurd, drei der interessantesten Themen überhaupt kategorisch auszuschließen. Es ist viel wichtiger, wie Sie über diese Themen sprechen. Zum Beispiel könnte eine Frage wie „I believe you have elections coming up soon, don't you?zu einer interessanten Unterhaltung führen.

    Down to business...

    Der Übergang von Small Talk zum eigentlichen Geschäft ist oft schwierig. Als Erstes benötigen Sie eine Vorstellung davon, wie viel Zeit Sie mit dem Small Talk verbringen sollten. Das ist wahrscheinlich fast immer länger, als es in Deutschland der Fall wäre. Um den Übergang einzuleiten, können Sie Redewendungen benutzen wie „Shall we get started?oder „Maybe we should get down to business now.

    Viele Geschäftsleute machen den Fehler zu glauben, dass Small Talk nur vor der eigentlichen Arbeit ansteht. Aber auch wenn Sie in Meetings oder Verhandlungen keine Zeit verlieren sollten, halten Sie Ausschau nach Anzeichen, dass Ihre Geschäftspartner bereit für eine kurze Arbeitspause sind. Kleine Intermezzos mit Small Talk können dabei helfen, die Beziehungen zu verbessern und es für Sie einfacher zu machen, Ihre Ziele zu erreichen.
     


    Natürlich kann es auch sein, dass Sie den Small Talk einfach so beenden. Sich zu verabschieden kann sich dabei ebenso ungelenk anfühlen wie sich zu begrüßen. Halten Sie es wiederum einfach aber höflich. Etwa mit Sätzen wie „It was very nice to meet you.oder „It was nice seeing you again.Die Antwort auf eine derartige Bemerkung ist einfach „You, too.“.

     

    Hilfreiche Sätze und Redewendungen für Business-Small-Talk

    • How do you do? – Guten Tag. / Sehr erfreut. / Angenehm.
    • Pleased to meet you. – Es freut mich, Sie kennenzulernen.
    • Nice to meet you. – Schön, Sie kennenzulernen.
    • Nice to see you again. – Schön, Sie wiederzusehen.
    • I'm sorry, I didn't catch your name. – Entschuldigung, ich habe Ihren Namen nicht verstanden.
    • How are you? –  Wie geht es Ihnen?
    • Fine, thanks. And you? – Danke, gut. Und Ihnen?
    • Fine, thank you. –  Danke, gut.
    • I'd like you to meet... – Ich würde Ihnen gern ... vorstellen.
    • Let me introduce you to... – Erlauben Sie mir, Ihnen ... vorzustellen.
    • This is... –  Das ist ...
    • How was your flight/journey/trip? –  Wie war Ihr Flug / Ihre Anreise / Ihre Reise?
    • Is your hotel OK? – Ist Ihr Hotel in Ordnung?
    • Did you have any problems finding us? – Haben Sie problemlos hergefunden?
    • I'm sorry I'm late. The traffic was terrible. – Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Der Verkehr war furchtbar.
    • It was very nice to meet you. –  Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen.
    • It was nice seeing you again. – Es war schön, Sie wiederzusehen.
    • I look forward to seeing you again. – Ich freue mich darauf, Sie wiederzusehen.
    • You, too. Take care. – Gleichfalls. Passen Sie auf sich auf.

     

    Ian McMaster



    Ian McMaster ist der Chefredakteur von Business Spotlight, dem Sprachmagazin für alle, die Englisch im Berufsalltag benötigen. Zuvor war der Brite bereits Chefredakteur des Englischlernmagazins Spotlight.

     

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