Meetings auf Englisch meistern: 10 Tipps

    Illustration: Meeting-Situation
    Von Ian McMaster

    Es gibt eine besonders frustrierende Phase beim Sprachenlernen: Wenn Sie 90 Prozent von dem verstehen, was andere sagen, aber noch nicht in der Lage ist, sich selbst flüssig in der Fremdsprache auszudrücken. Ich kenne diese Phase sehr gut aus eigener Erfahrung; damals als ich in den späten 80ern Deutsch lernte. Wenn ich mir endlich zurechtgelegt hatte, was ich sagen wollte, war die Diskussion für gewöhnlich schon zum nächsten Thema übergegangen. Es wirkte ziemlich sinnlos, das Gespräch zurückzudrehen, nur damit ich meine Ansichten über die Berliner Mauer, Bayern München oder BAP zum Besten geben könnte.

    Viele Englischlerner fühlen sich ähnlich, wenn sie an Business-Meetings mit englischen Muttersprachlern teilnehmen. Allerdings ist es – anders als in meinem Beispiel –  in englischen Meetings meist wichtig, dass Sie sich aktiv am Gespräch beteiligen.

    Hier finden Sie zehn Strategien – und die dazugehörigen englischen Sätze –, um sich Gehör zu verschaffen. Achten Sie dabei besonders darauf, sorry und just zu verwenden und, wenn möglich, den Namen der angesprochenen Person zu benutzen.

    1. Sagen Sie, wenn Sie etwas nicht verstanden haben

    Diese Strategie ist am einfachsten; scheuen Sie sich nicht, sie zu benutzen. Sie werden nicht die einzige Person sein, die nicht alles verstanden hat und andere werden Ihnen dankbar sein.

    • “I’m sorry, Marion. I didn’t quite understand that.”
    • “I’m not sure I followed that, Jack.”

    2. Bitten Sie um Wiederholung

    Benutzen Sie diese Strategie, wenn Sie möchten, dass jemand genau wiederholt, was er oder sie gerade gesagt hat. Dadurch gewinnen Sie Zeit, Ihre Antwort zu formulieren.

    • “Sorry, Mike, I didn’t catch that. Could you just say it again?”
    • “Sorry, Brenda. Do you think you could just go through that once more?”

    3. Bitten Sie um Klarstellung

    Wenn Ihnen etwas nicht klar ist, sagen Sie es. Und selbst wenn es klar ist, können Sie mit dieser Frage Zeit gewinnen, um nachzudenken.

    • “Sorry, Peter, could you just clarify something for me?”
    • “Sorry, Jackie, how would that work exactly?”

    4. Stellen Sie sicher, dass Sie alles verstanden haben

    Bei dieser Strategie sollten Sie zunächst in eigenen Worten wiederholen, was ein anderer Teilnehmer des Meetings gesagt hat. Das kann außerdem dabei helfen, eine Verbindung zu Ihrem Gegenüber aufzubauen.

    • “So if I understood you correctly, Neil, what you’re saying is that…”
    • “Let me just check that I understand this, Eamonn. You’d like to…”

    5. Unterbrechen Sie höflich

    Normalerweise sollten Sie vermeiden, andere zu unterbrechen. Aber gerade wenn Sie mit Muttersprachlern zu tun haben, ist es wichtig, dass Sie den Gesprächsfaden nicht verlieren.

    • “Sorry to interrupt you, Sue, but could I just ask whether…?”
    • “If I could just stop you for a moment, Kate. Do you think we should…?”

    6. Vermeiden Sie es, unterbrochen zu werden

    Es ist wichtig, dass Sie genug Zeit haben, Ihre Ansichten auszudrücken, wenn Sie die Gelegenheit dazu erhalten. Diese Sätze helfen Ihnen dabei:

    • “Let me just finish this point if I may, Anne.”
    • “Sorry, could I come back to that later, Brad?”

    7. Kommen Sie auf ein Thema zurück

    Wenn Sie sich endlich zurechtgelegt haben, was Sie sagen wollen, bringen Sie das Gespräch mit folgenden Sätzen auf ein voriges Thema zurück.

    • “Going back to what Sarah was saying earlier, I think we should...”
    • “Could I just return to your previous point, Toby?”

    8. Schieben Sie es auf die Akustik

    Das kann Ihnen Mitleid einbringen und zwingt den Sprecher dazu, langsamer und deutlicher zu sprechen.

    • “Sorry, I’m having problems with my hearing today. Mike, did you say…?”
    • “Sorry, the acoustics in this room are terrible. Angela, did I hear you correctly that you’d like to…?”

    9. Lassen Sie durchblicken, dass Englisch nicht Ihre Muttersprache ist

    Erinnern Sie Muttersprachler daran, dass Englisch für Sie eine Fremdsprache ist. Schließlich könnten viele der Anwesenden nicht an dem Meeting teilnehmen, wenn es in Ihrer Muttersprache abgehalten würde.

    • “Sorry, Steve, but you think that we should…um… oh, how do you say that in English…oh yes…you think we should outsource our customer service, right?”

    10. Stellen Sie sich dumm

    Auch das ist ein Weg, Mitleid zu erheischen – außer Sie finden sich inmitten von Freunden wieder, die sich einfach darauf einigen, dass Sie wirklich dumm sind.

    • “Sorry if I’m being a bit dumb here, Arthur. But did you say…?”
    • “Maybe I’m just a bit thick, Karen, but are you saying that…?”

    Nicht jede dieser Techniken ist für jede Situation geeignet. Aber wenn Sie das nächste Mal an einem Meeting mit Muttersprachlern teilnehmen, drucken Sie sich diese Tipps aus und testen Sie, wie viele der Sätze Sie benutzen können. Das wird Ihnen nicht nur helfen, besser am Meeting teilzunehmen, sondern macht auch Spaß.

     

    Mehr über englische Meetings:

    The language of meetings

    The language of meetings: False friends

     

    Ian McMaster



    Ian McMaster ist der Chefredakteur von Business Spotlight, dem Sprachmagazin für alle, die Englisch im Berufsalltag benötigen. Zuvor war der Brite bereits Chefredakteur des Englischlernmagazins Spotlight.

    Werbung
    <
    >